Vegetatives Nervensystem


Jeder Mensch hat seinen sogenannten Rucksack🎒mit seinen Erfahrungen, die er in seinem Leben gemacht hat. Das Nervensystem wird überaktiviert⚡️💥wenn es Stimulierungen ausgesetzt wird, die zu schnell, zu plötzlich, oder zu stark auftreten, in Bezug zur normalen Fähigkeit des Nervensystems damit umzugehen. Bei der Überaktivierung ist entscheidend, wie gut wir uns selbst regulieren können, welche Ressourcen wir im Leben allgemein und zum Zeitpunkt des Ereignisses zur Verfügung haben, sowie den Kontakt zu unserem sozialen Umfeld. Haben wir wenig Widerstandsfähigkeit und unseren Rucksack🎒vielleicht schon halb voll, kann sich das Nervensystem chronisch im Sympathikus und/oder dorsalen Vagus Zustand befinden.

Wie oben im Bild zu sehen ist, können folgende Symptome auftreten:
Überaktivierter Sympathikus: Angst oder Panik, hohe Schreckhaftigkeit, Frustration, Manien, Wut
Überaktivierter dorsaler Vagus: Erschöpfung, Depression, Scham, Dissoziation, Abwesenheit, Teilnahmslosigkeit, Trägheit
Im Trauma sind beide Anteile, also der Sympathikus und der dorsale Vagus überstimuliert.


In der Biodynamischen Craniosacral-Therapie wird das überaktivierte Nervensystem durch
Co-Regulation des Nervensystems der TherapeutIn & Sicherheit, verbunden mit Trauma Arbeit, Schritt für Schritt 👣 in den nächst höheren Zustand begleitet. Das was das Nervensystem sowieso möchte, aber ohne ein reguliertes Gegenüber nicht kann🌈.

Unser Nervensystem versucht immer im bestmöglichen Zustand zu sein, was zurzeit gerade möglich ist❤️.
Ziel ist, das Gleichgewicht von Sympathikus und Parasympathikus wieder herzustellen. Das wir uns sanft zwischen dem ventralen Vagus und dem Sympathikus bewegen.


Vegetatives Nervensystem, wie funktioniert das eigentlich? 👀🤯🧐💡😊

Prof. Dr. Stephen Porges unterteilt das vegetative Nervensystem in 3 Teile:

Ventraler Vagus: Soziales Kontaktsystem
Sympathikus: Mobilisierung (Kampf/Flucht)
Dorsaler Vagus: Immobilisierung (Erstarrung)


Der ventrale und dorsale Vagusnerv gehören beide zum parasympathischen Nervensystem. Der ventrale Vagus (im Hirnstamm ausgehend vom Nucleus ambiguus) ist myelinisiert, reagiert schneller und ist bei einem gesunden Organismus🌷vorherrschend. Ist dieser aber überfordert, wird der Sympathikus aktiviert, der Organismus geht über in die Mobilisierung 🥊🏃🏼‍♀️🏃🏻‍♂️den „Fight or Flight“ Modus. Gibt es nun keine Lösung, dann übernimmt der unmyelinisierte dorsale Vagus (im Hirnstamm ausgehend vom Nucleus dorsalis vagalis) und fährt alle Funktionen herunter – der Organismus geht in die Immobilisierung (Erstarrung/Freeze)❄️.

Der ventrale Vagus ist sehr eng mit vier anderen Hirnnerven🧠verknüpft. Dem N. trigeminus (V),
N. facialis (VII), N. glossopharyngeus (IX) und dem N. accessorius (XI). Dies ist ein zusammenhängendes Regelsystem, das Soziale Kontaktsystem. Das bedeutet, dasselbe System, das Atmung👃🏻und Herzschlag💕reguliert, ist auch für Mimik😨😳😊, Hören👂🏻, Stimmlage🗣, Kopfdrehen👀und Schlucken👄zuständig. Also die motorischen Funktionen, welche wir benötigen, um uns in einer Notsituation🚨, bei akuter Gefahr, bestmöglich anzupassen. Ein Mensch mit guter Anpassungsfähigkeit kann sein soziales Kontaktsystem nutzen um flexibel zu sein. Als Beispiel mit einem potentiellen Angreifer ins Gespräch zu kommen, anstatt direkt zu kämpfen, zu fliehen oder zu erstarren.

Das enterische Nervensystem (Bauchgehirn) gehört auch zum vegetativen Nervensystem und ist ein komplexes Geflecht aus Nervenzellen, das nahezu den gesamten Magen-Darm-Trakt durchzieht. Die Zahl der Nervenzellen entspricht etwa der des Rückenmarks. Unser Bauchgehirn wird ebenfalls durch den Parasympathikus (steigert Motilität und Sekretion) und den Sympathikus (senkt Motilität und Sekretion) beeinflusst.

Was machen eigentlich Sympathikus und Parasympathikus?🧐 

Mehr erfahren: 👉🏻https://www.autonomhealth.com/blog/das-wunder-vagus/